Foto der Schachtel des Sets 'Gemüseschätze'

Gemüseschätze

Sieben historische Gemüsesorten mit Saatgut aus Bio-Anbau warten in dieser kuratierten Edition auf dich. Säe die Samen, beschrifte die Pflanzetiketten und fülle deine Anzuchtkarte aus. Für grosse Vielfalt auf kleinstem Raum und eine Gemüsesaison voller Geschmack!

Pflanzanleitungen

Foto der Fleischtomate ‘Indigo Rose‘
Foto der Gurke Marketmore
Foto mit Rettichen der Sorte ‘Eiszapfen‘
Foto der alten Auberginensorte ‘Rotonda Bianca Sfumata di Rosa‘
Foto der alten Randigsorte ‘Golden Burpees‘
Foto der Zucchinisorte ‘Costates Romanesco‘
Foto eines Tomatenpaprikas
Foto von einem Anzuchttisch mit 5 bunten Steichhölzern

[1] Bio Tomate ‘Indigo Rose‘

Solanum lycopersicum
Die Salattomate ist eine echter Hingucker, da sie durch ihren hohen Anteil an Anthocyanen eine tiefviolette bis fast schwarze Färbung entwickelt, sobald das Sonnenlicht auf die Früchte trifft.
Voranzucht im Haus von Ende Februar-Anfang April
Ins Freie ab Ende Mai (nach den Eisheiligen)
Ernte: Ende Juli bis Oktober
Saattiefe: 0.5-1cm
Keimtemperatur 20-25 Grad, Keimdauer 10-14 Tage
Wasserbedarf: hoch, regelmässig, Stau- und Blattnässe vermeiden
Standort: vollsonnig und geschützt, je mehr Sonne desto besser
Wuchs: kann bis 250cm hoch werden
[ i ] Geize die Seitentriebe aus, damit die Tomate ihre Kraft nicht in unnötiges Kraut, sondern in die Entwicklung vieler schmackhafter Früchte steckt.
[ i ] Optimale Topfnachbarn: Tagetes (Studentenblume), Basilikum, Kapuzinerkresse, Borretsch

So gelingt dir die Anzucht

Aussäen
Fülle einen kleinen Anzuchttopf mit Anzuchterde und öffne die Kapsel. Verteile den Inhalt im Topf, drücke ihn an und bedecke ihn minimal mit Erde. Befeuchte die Erde mit einer Sprühflasche und stelle ihn an einen warmen Ort im Haus. Regelmässig giessen nicht vergessen. Sobald die ersten Keimblätter zu sehen sind, stelle den Topf etwas kühler (15-18 Grad) und an einen sehr hellen Ort.
Erstes Umtopfen und ggf. Pikieren

Sobald sich nach den Keimblättern das erste "echte" Tomatenblatt zeigt, setze den Sämling in einen Topf (ca. 9–12 cm Durchmesser) mit Gemüseerde. Setze ihn bis kurz unter die Keimblätter ein, so bildet er am Stängel zusätzliche Wurzeln. Falls mehr als ein Samen gekeimt ist, setze den zweiten Sämling in einen zweiten Topf.

Abhärten
Stelle ab Anfang Mai den Topf an milden Tagen für ein paar Stunden nach draussen in den Schatten/Halbschatten. So gewöhnt sich die Tomate an Wind und Sonne.
Auspflanzen ins Freie
Wähle einen Topf mit Löchern am Boden und 35-45cm Durchmesser und mind. 40cm Höhe, damit die Tomate ausreichend Platz für ihre Wurzeln hat und sich keine Staunässe bildet. Setze die Pflanze tief in hochwertige Tomaten- oder Gemüseerde und giesse sie ausreichend und regelmässig. Setze beim Auspflanzen direkt einen Pflanzstab mit in die Erde. Wenn du das erst später machst, werden ggf. die Wurzeln beschädigt. Falls du einen Garten hast, kannst du den Tomatensetzling direkt ins Beet setzen.
Ernten

Ernte die Tomaten, sobald die sonnenabgewandte Unterseite der Früchte von Grün zu einem tiefen Dunkelrot umschlägt und die Tomate auf leichten Fingerdruck hin etwas nachgibt.

Lagern

Lagere deine Tomaten nicht im Kühlschrank, da sie dort ihr Aroma verlieren. Bewahre sie am besten in einer flachen Schale bei Zimmertemperatur an einem schattigen Ort auf. Halte sie von Äpfeln und Bananen fern, da diese das Reifegas Ethylen ausstossen und die Tomaten dadurch schnell matschig werden.

Genuss-Tipp

Nutze ihr farbliche Besonderheit und serviere sie als "Black & White" Caprese. Da das Fruchtfleisch innen tiefrot leuchtet während die Schale fast schwarz ist, sieht sie aufgeschnitten mit weissem (veganem) Mozzarella und grünen Basilikumblättern absolut spektakulär aus. Träufle ein hochwertiges, eher mildes Olivenöl und ein paar Tropfen alten Balsamico darüber. Die Tomate hat ein eher dezentes, leicht säuerliches Aroma. Der Balsamico kitzelt die versteckte Süsse perfekt heraus. Ein Hauch grobes Meersalz sorgt für den nötigen Crunch zur festen Schale.

Saatgut selber ziehen

Das Saatgut ist samenfest, d.h. du kannst daraus selber Samen ziehen.
Abspülen

Schneide eine vollreife Tomate auf, lass dir das Fruchtfleisch schmecken und gib den Kernbereich mit den Samen in ein feines Küchensieb. Reibe die Samen unter fliessendem handwarmem Wasser kurz ab. So entfernst du die Keimbremse (den Glibber) und sie keimen im nächsten Jahr besser.

Verstreichen 
Verteile die Samen mit dem Finger oder einem Löffelrücken auf einem Stück Küchenpapier, so dass die Samen einzeln und nicht auf einem Haufen liegen.
Trocknen lassen
Lege das Papier an einen warmen Ort (z. B. auf die Fensterbank, aber nicht in die pralle Sonne). Nach 10-14 Tagen ist der Samen komplett ausgetrocknet.
Lagern
Falte das Papier zusammen und beschrifte es. Lagere es trocken, kühl und lichtgeschützt.
[ i ] Im nächsten Frühjahr musst du die Samen nicht mühsam vom Papier knibbeln. Reisse einfach kleine Schnipsel aus dem Papier (da, wo ein Samen sitzt) und lege den Papierschnipsel mitsamt Samen in die Erde. Das Papier verrottet einfach.
[ i ] Es kann ein paar Tage länger dauern, bis die Samen keimen, weil die Natur erst die getrocknete Hülle „knacken“ muss.

[2] Bio Gurke ‘Marketmore‘

Cucumis sativus
Ein echter Klassiker unter den Freilandgurken, der besonders für seine Robustheit, den hohen Ertrag und die knackigen, bitterfreien Früchte geschätzt wird.
Voranzucht im Haus von Mitte April-Mai
Ins Freie ab Ende Mai (nach den Eisheiligen)
Ernte: Juli-Oktober
Saattiefe: 1-2cm
Keimtemperatur 20-25 Grad, Keimdauer 7-14 Tage
Wasserbedarf: hoch, regelmässig giessen, die Erde sollte immer etwas feucht sein, Blattnässe vermeiden
Standort: sonnig, warm und windgeschützt
Wuchs: kriechend am Boden oder kletternd an einer Rankhilfe
[ i ] Gurke sind echte Warmduscher und mögen kein kaltes Wasser. Giesse sie deshalb am besten mit handwarmem und etwas abgestandenem Wasser.
[ i ] Optimale Topfnachbarn: Dill und Basilikum

So gelingt dir die Anzucht

Aussäen
Gurken mögen es nicht, wenn ihre Wurzeln beim Auspflanzen beschädigt werden. Fülle deshalb einen biologisch abbaubaren Anzuchttopf (8-10cm Durchmesser) mit hochwertiger Anzuchterde und öffne die Kapsel. Lege den Samen in den Topf, drücke ihn an und bedecke ihn 2cm mit Erde.  Befeuchte die Erde mit einer Sprühflasche und stelle ihn an einen hellen und warmen Ort im Haus. Regelmässig giessen nicht vergessen. 
Abhärten

Stelle den Topf ab Anfang Mai an milden Tagen für ein paar Stunden an einen schattigen, windgeschützten Platz im Freie. Erhöhe täglich die Zeit im Freien und rücke sie langsam mehr in die Sonne. Nachts muss er unbedingt wieder rein ins Warme.

Auspflanzen ins Freie
Wähle einen Topf mit Löchern am Boden und 35cm Durchmesser und 30-35cm Höhe, damit die Gurke ausreichend Platz für ihre Wurzeln hat und sich keine Staunässe bildet. Reisse den Boden des abbaubaren Anzuchttopfes vorsichtig etwas ein und setze ihn mit der Pflanze tief in hochwertige Gemüseerde ein. Der Anzuchttopf sollte nicht mehr zu sehen sein. Giesse nun ausreichend und regelmässig.  Für einen kletternden Wuchs stecke eine Rankhilfe in den Topf.  Falls du einen Garten hast, kannst du den Gurkensetzling auch direkt ins Beet setzen.
Ernten

Ernte die Gurken, wenn sie etwa 15–18cm lang sind und die Schale eine tiefgrüne Farbe hat. Je öfter du erntest, desto mehr neue Blüten bildet die Pflanze, deshalb warte mit dem Ernten nicht zu lange.

Genuss-Tipp

Das perfekte leichte Rezept für heisse Tage im Juli und August: klopfe die ungeschälten Gurken mit der flachen Seite eines breiten Messers oder einem Nudelhölzchen vorsichtig flach, bis sie leicht aufbricht und schneide sie in mundgerechte Stücke. Bereite aus einem Spritzer Sojasauce, einem Teelöffel Reisessig (oder Apfelessig), einer Prise Zucker, ein paar Tropfen Sesamöl und einer Prise Chiliflocken ein Dressing und lege die Gurkenstücke hinein. Die Gurke ist nun bereit zum sofort Geniessen. Guten Appetit!

Saatgut selber ziehen

Das Saatgut ist samenfest, d.h. du kannst daraus selber Samen ziehen.
Markieren
Wähle eine besonders schöne Gurke aus und markiere sie mit einem bunten Band. Diese Gurke ist nicht zum Essen gedacht, sondern bleibt an der Pflanze, bis sie ihre volle biologische Reife erreicht hat. 
Abwarten

Die Gurke wird riesig, bekommt eine harte Schale und färbt sich gelb bis bräunlich. Ernte sie erst, wenn der Stiel trocken und braun wird.

Samen ernten und reinigen 
Schneide die reife Gurke der Länge nach auf und löffle den Kernbereich heraus. Gib die Masse in ein Glas mit etwas Wasser und lass sie 24 bis 48 Stunden bei Zimmertemperatur stehen. Das löst die keimhemmende Schutzschicht um die Samen. Gib die Samen dann in ein feines Sieb und spüle sie gründlich unter fliessendem Wasser ab, bis die Samen sauber sind.
Trocken und lagern

Breite die sauberen Samen auf einem Stück Backpapier (nicht auf Küchenpapier, da sie dort festkleben) aus. Lass sie an einem schattigen und luftigen Ort ca. 1 bis 2 Wochen trocknen. Fülle sie dann in ein beschriftetes Papiertütchen und lagere es dunkel, kühl und trocken.

[ ! ] Wichtig: Sollte eine selbst gezogene Gurke im nächsten Jahr bitter schmecken, spucke sie sofort aus und entsorge die Frucht! Bitterkeit deutet auf Cucurbitacin hin (oft durch Kreuzung mit Zierkürbissen), was in grossen Mengen ungesund ist. Die Marketmore ist von Natur aus bitterfrei. Bitterkeit ist also immer ein Warnsignal.

[3] Bio Rettich ‘Eiszapfen‘

Raphanus sativus
Das einjährige Kulturgemüse ist ein echter Klassiker, der seinem Namen durch Farbe und Form alle Ehre macht.
Aussaat im Freien von März-Ende August
Ernte von Mai-Oktober
Saattiefe: 1-2cm
Keimtemperatur 12-20 Grad, Keimdauer 5-10 Tage
Wasserbedarf: hoch und regelmässig
Standort: sonnig bis halbschattig
Rettichgrösse: 10-15cm lang und 2-3cm dick
Die Blüten locken v.a. Schwebfliegen und Wildbienen an
[ i ] Ernte die Rettiche, wenn sie jung und knackig sind. Lässt du sie zu lange im Boden, werden sie "pelzig" und ungeniessbar.
[ i ] Optimaler Topfnachbar: Kapuzinerkresse 

So gelingt dir die Anzucht

Aussäen
Fülle einen Topf mit ca. 20cm Durchmesser und 20-25cm Höhe mit hochwertiger Gemüseerde. Der Topf sollte am Boden Löcher haben, damit keine Staunässe entsteht. Öffne die Kapsel und verteile die Samen im Topf, drücke sie an und bedecke sie mit 1-2cm Erde. Befeuchte die Erde mit einer Sprühflasche. Da Rettiche empfindliche Pfahlwurzeln bilden, mögen sie das Umpflanzen nicht. Wähle deshalb von Beginn an einen Topf, der gross genug ist.
Keimen lassen

Stelle den Topf auf deinem Balkon oder in deinem Garten an eine sonnige Stelle und halte die Erde konstant feucht. Du kannst alle Keimlinge im Topf lassen. 

Ernten

Der Eiszapfen schiebt sich beim Wachsen ein kleines Stück aus der Erde heraus. Nach 5-8 Wochen hat dieses Stück einen Durchmesser von 2 bis 2.5cm. Jetzt ist der perfekte Zeitpunkt, um die Rettiche zu ernten. Lockere die Erde im Topf mit einem Pflanzholz oder einer alten Gabel etwas auf und ziehe sie vorsichtig senkrecht nach oben aus der Erde. So bleibt die lange Spitze unversehrt.

Genuss-Tipp

Nicht nur die Rettiche selber sind essbar, sondern auch das Kraut. Dieses kannst du in wenigen Minuten zu einem wunderbar würzigen Pesto verarbeiten. Wasche das frische Grün, tupfe es trocken und entferne die gröberen Stiele, so dass nur die zarten Blätter übrig bleiben. Gib diese zusammen mit einer Handvoll gerösteter Pinienkerne und optional einer kleinen Knoblauchzehe in einen Mixer. Während du alles zerkleinerst, lässt du langsam etwa 50 bis 80 ml hochwertiges Olivenöl einfliessen bis eine cremige Emulsion entsteht. Zum Schluss rührst du etwa 30g frisch geriebenen (veganen) Parmesan unter und schmeckst das Ganze mit einem Spritzer Zitronensaft, Salz und Pfeffer ab. Guten Appetit!

Saatgut selber ziehen

Das Saatgut ist samenfest, d.h. du kannst daraus selber Samen ziehen.
Pflanze stehen lassen
Lass im Frühsommer eine deiner Pflanzen stehen, statt sie zu ernten.
Blüte abwarten
Die Pflanze treibt einen langen Stängel aus, blüht weiss/violett und bildet Samenkapseln. 
Trocknen lassen
Warte, bis die Schoten im Spätsommer komplett braun und trocken wie Pergament geworden sind.
Aussschütteln
Schneide den Stängel ab und schüttle die kleinen, runden Samen aus den Samenkapseln.
Lagern
Lass die Samen noch 2-3 Tage auf einem Tuch im Haus an einem warmen und nicht sonnigen Platz nachtrocknen. Lagere sie dann kühl, trocken und dunkel in einem beschrifteten Papiertütchen bis zum nächsten Frühjahr.

[4] Bio Aubergine ‘Rotonda Bianca Sfumata di Rosa‘

Solanum melongena
Die klangvolle Rotonda Bianca Sfumata di Rosa ist eine wunderschöne Sorte, die nicht nur durch ihre Farbe besticht, sondern auch durch ihr mildes, cremiges Fruchtfleisch überzeugt.
Voranzucht im Haus von Ende Januar-Ende März
Ins Freie ab Ende Mai (nach den Eisheiligen)
Ernte: Juli bis Oktober
Saattiefe: 0.5-1cm
Keimtemperatur 22-28 Grad, Keimdauer 10-20 Tage
Wasserbedarf: hoch und regelmässig, Stau- und Blattnässe vermeiden
Standort: vollsonnig, warm und windgeschützt
Wuchs: buschig und kompakt, wird 60-90cm hoch
[ i ] Entferne die sogenannte Königsblüte. Das ist die allererste Blüte, die sich in der Gabelung des Haupttriebs bildet. Das bricht die Dominanz der ersten Frucht. Die Pflanze investiert daraufhin mehr Kraft in das Wurzelwachstum und den Aufbau eines stabilen Gerüsts, was am Ende zu einem deutlich höheren Ertrag und grösseren Auberginen führt.
[ i ] Optimale Topfnachbarn: Tagetes (Studentenblume), Basilikum, Borretsch, Lavendel

So gelingt dir die Anzucht

Aussäen
Fülle einen kleinen Anzuchttopf mit Anzuchterde und öffne die Kapsel. Verteile den Inhalt im Topf, drücke ihn an und bedecke ihn minimal mit Erde. Befeuchte die Erde mit einer Sprühflasche und stelle ihn an einen warmen Ort im Haus mit mind. 22 Grad. Eine transparente Abdeckung hält die Luftfeuchtigkeit hoch. Regelmässig giessen nicht vergessen. Stelle den Topf an einen sehr hellen Ort (Südfenster), sobald sich die ersten Blättchen zeigen. Die Temperatur darf nun auf etwa 20 Grad sinken, damit sie kompakt wächst.
Erstes Umtopfen und ggf. Pikieren

Sobald sich nach den Keimblättern das erste "echte" gezackte Blattpaar zeigt, setze den Sämling vorsichtig in einen Topf (9–12cm Durchmesser) mit Tomatenerde. Setze ihn bis kurz unter die Keimblätter ein, so bildet er am Stängel zusätzliche Wurzeln. Falls mehr als ein Samen gekeimt ist, setze den zweiten Sämling in einen zweiten Topf.

Abhärten

Auberginen sind "Frostbeulen". Bevor sie ganz aus dem Haus ausziehen können, müssen sie sich an draussen gewöhnen. Stelle den Topf für 7–10 Tage tagsüber an einen schattigen, windgeschützten Platz im Freien. Hole ihn abends unbedingt wieder rein und steigere die Sonnenstunden täglich.

Auspflanzen ins Freie
Warte, bis die Nächte zuverlässig über 10-12 Grad bleiben. Wähle dann einen Topf mit Löchern am Boden und 30-35cm Durchmesser und ca. 30cm Höhe, damit die Aubergine ausreichend Platz für ihre Wurzeln hat und sich keine Staunässe bildet. Setze die Pflanze tief in hochwertige Tomaten- oder Gemüseerde und giesse sie ausreichend und regelmässig. Setze beim Auspflanzen direkt einen Pflanzstab mit in die Erde. 
Ernten

Ernte die Auberginen, wenn die Haut glänzt und auf leichten Fingerdruck etwas nachgibt. Bei der Sfumata di Rosa sollte das Weiß-Rosa leuchten. Wenn sie matt wird oder sich gelblich verfärbt, ist sie überreif und die Samen werden hart und bitte. Schneide sie mit einer Schere oder einem Messer ab, da der Stiel sehr zäh und oft leicht stachlig ist.

Genuss-Tipp

Das Geheimnis dieser Sorte ist ihre milde Süsse. Sie eignen sich deshalb hervorragend für gebackene Auberginen-Steaks. Schneide die runde Frucht in ca. 2 cm dicke Scheiben. Du musst sie nicht einsalzen und entwässern. Bestreiche die Scheiben dünn mit einer Mischung aus Olivenöl, einer gepressten Knoblauchzehe (optional) und etwas frischem Thymian oder Oregano. Lege sie bei 200°C Ober-/Unterhitze für 15–20 Minuten in den Ofen, bis sie goldbraun und innen butterweich sind. Sobald sie aus dem Ofen kommen, legst du eine dünne Scheibe (veganen) Mozzarella oder ein Stück (veganen) Fetakäse darauf und lässt diesen durch die Resthitze schmelzen. Ein paar Spritzer hochwertiger Balsamico-Essig und ein Blatt frisches Basilikum drüber und fertig ist das Auberginen-Steak zum Servieren. Guten Appetit!

Saatgut selber ziehen

Das Saatgut ist samenfest, d.h. du kannst daraus selber Samen ziehen.
Markieren
Wähle eine besonders schöne Frucht aus und markiere sie mit einem bunten Band. Diese Aubergine ist nicht zum Essen gedacht, sondern bleibt an der Pflanze, bis sie überreif ist.
Abwarten

Warte, bis die Frucht ihren Glanz verliert, die weiss-rosa Farbe in ein bräunliches Beige umschlägt und die Haut hart und ledrig ist. Jetzt kannst du sie abschneiden. 

Samen ernten

Schneide die Aubergine vorsichtig auf und löffle das Innere mit den Samen heraus. Gib alles in eine Schüssel mit lauwarmem Wasser und knete die Stücke unter Wasser, um die Samen vom Fruchtfleisch zu lösen. Die guten und keimfähigen Samen sinken zu Boden, taube Samen und Fruchtfleisch schwimmen oben und können abgegossen werden. 

Trocknen

Giesse die sauberen Samen durch ein feines Küchensieb ab und breite sie auf einem Stück Backpapier oder einem flachen Teller aus. Verwende kein Küchenpapier, da sie dort festkleben. Lass sie an einem schattigen, luftigen Ort bei Zimmertemperatur für ca. 1–2 Wochen trocknen. Vermeide direkte Sonne oder die Heizung, da zu grosse Wärme die Keimfähigkeit schädigt.

Lagern
Lagere die Samen kühl, trocken und dunkel in einem beschrifteten Papiertütchen bis zum nächsten Frühjahr.

[5] Bio Randig ‘Golden Burpees‘

Beta vulgaris conditiva
Dieser Randig (auch Gelbe Bete oder Rande) ist eine sonnengelbe Variante der klassischen Roten Bete. Sie überzeugt durch ihren milden, süsslich-nussigen und nicht erdigen Geschmack.
Aussaat im Freien von Mitte April-Anfang Juli
Ernte: Juli bis Oktober
Saattiefe: 2cm
Keimtemperatur 15-22-Grad, Keimdauer 10-20 Tage
Wasserbedarf: gleichmässig feucht halten, Staunässe vermeiden
Standort: sonnig bis halbschattig
Wuchs: rosettenartig mit essbaren Blättern, Knolle wächst teils oberirdisch
[ i ] Diese Sorte fällt etwas kleiner aus, als die meisten anderen Randig-Sorten.
[ i ] Optimale Topfnachbarn: Bohnenkraut und Dill

So gelingt dir die Anzucht

Aussäen
Fülle einen Topf mit mind. 25cm Durchmesser und 20cm Höhe mit hochwertiger Gemüseerde und öffne die Kapsel. Verteile die drei Samenknäuel im Topf, drücke sie an und bedecke sie mit 2cm mit Erde. Befeuchte die Erde mit einer Sprühflasche. Stelle den Topf draussen an einen sonnigen bis halbschattigen Ort und halte die Erde gleichmässig feucht
Vereinzeln
Im Topf haben max. 3 Pflanzen Platz. Falls mehr kommen, wähle die drei kräftigsten Keimlinge aus, die am weitesten auseinanderstehen. Schneide die restlichen über dem Boden ab. Pikieren ist bei einem Randig oft nicht erfolgreich. Falls du es versuchen möchtest, mache es so früh wie möglich, da dann die Pfahlwurzel noch nicht stark ausgeprägt ist. Am besten ist es, wenn du pikierst, sobald die ersten kleinen Keimblätter spriessen.
Pflegen

Randig mag keine Trockenheit. Regelmässiges Giessen verhindert, dass die Knollen holzig werden. Die Blätter kann man ebenfalls essen. Sobald sie gross sind, kannst du sie einmalig mit einer Prise Salz im Gießwasser (1 TL auf 5L) verwöhnen, das macht sie süsser!

Ernten
Wenn die "Schultern" der Knollen oben aus der Erde schauen und etwa 5–7cm gross sind, ist der Geschmack am feinsten. Die jungen Blätter kannst du schon vorher ernten und wie Spinat oder im Salat essen.

Genuss-Tipp

Das Tolle an der Golden Burpee ist, dass sie einen fast fruchtigen Geschmack hat. Das macht sie zur perfekten Kandidatin für ein rohes Randig-Carpaccio, das auf jedem Teller wie pure Sonne aussieht. Schäle den Randig und hoble ihn mit einem Küchenhobel in hauchfeine Scheiben. Lege die Scheiben fächerförmig und leicht überlappend auf einen flachen Teller. Träufle gleichmässig ein Dressing aus Olivenöl, weissem Balsamico, Salz und frisch gemahlenem Pfeffer über die Scheiben. Zerbrösele optional (veganen) Fetakäse und verteile ihn zusammen mit in der Pfanne kurz angerösteten Walnüssen auf dem Randig-Carpaccio. Lass es 10 Minuten ziehen, bevor du es servierst, dann entfaltet es das volle Aroma. Guten Appetit!

Saatgut selber ziehen

Das Saatgut ist samenfest, d.h. du kannst daraus selber Samen ziehen.
Auswählen

Ernte im Herbst nicht alle Knollen. Wähle ein besonders gesundes Exemplar aus. Schneide das Laub ca. 3 cm über der Knolle ab.

Überwintern 

Nimm die Knolle aus der Erde und lege sie in eine Kiste mit feuchtem Sand. Stelle die Kiste an einen kühlen, frostfreien Ort (Keller oder Garage, ideal sind 2–5 °C).

Wieder auspflanzen
Ab April pflanzt du deine Knolle entweder in einen grossen Kübel oder direkt ins Beet. Die Knolle sollte fast vollständig mit Erde bedeckt sein, nur der Blattansatz schaut oben heraus. Die Pflanze treibt nun frisch aus und schiebt nach einiger Zeit einen langen Blütenstängel nach oben. Dieser kann bis zu 1.50m hoch werden und braucht evtl. einen Stab zum Festbinden.
Ernten der Samen
Sobald im Herbst die unscheinbaren grünlichen Blüten verblüht sind, werden die Samenstränge braun und trocken. Schneide jetzt den gesamten Stängel ab und lass die Samenknäuel in einem Papiersack an einem luftigen Ort noch 1–2 Wochen nachreifen. 
Lagern
Streife die Samenknäuel mit der Hand ab und lagere sie in einem beschrifteten Papiertütchen kühl, trocken und lichtgeschützt.
[ i ] Da die Samen ein „Knäuel“ bilden, kommen aus einem Samen häufig 2–3 Keimlinge. 

[6] Bio Zucchini ‘Costates Romanesco‘

Cucurbita pepo

Traditionelle Sorte mit einem sehr guten Geschmack. Sie ist etwas wärmebedürftiger als andere Sorten, überzeugt aber mit einer Textur, die auch beim Kochen fest bleibt. 

Voranzucht im Haus von Mitte April-Mai
Ins Freie ab Ende Mai (nach den Eisheiligen)
Ernte: Juli bis Oktober
Saattiefe: 2-3cm
Keimtemperatur 20-25 Grad, Keimdauer 7-14 Tage
Wasserbedarf: hoch, regelmässig, Stau- und Blattnässe vermeiden
Standort: vollsonnig und geschützt
Wuchs: buschig und sehr ausladend
[ i ] Die Zucchini bildet weibliche und männliche Blüten. 

Die weibliche Blüten sitzen direkt an einem winzigen Fruchtknoten, der bereits wie eine Miniatur-Zucchini aussieht. Wenn diese Blüte befruchtet wird, wächst daraus die grosse Zucchini. Erntest du die weibliche Blüte samt Fruchtansatz, gibt es an dieser Stelle keine Ernte mehr. Die männlichen Blüten wachsen an einem langen, dünnen Stiel direkt aus der Pflanze heraus. Sie produzieren nur Pollen und keine Früchte. Diese kannst du fast alle bedenkenlos ernten und essen. Lass nur ein paar stehen, damit die Bienen den Pollen zu den weiblichen Blüten tragen können.

[ i ] Optimale Topfnachbarn: Tagetes (Studentenblume), Basilikum, Kapuzinerkresse

So gelingt dir die Anzucht

Aussäen

Zucchini mögen es nicht, wenn ihre Wurzeln beim Auspflanzen beschädigt werden. Fülle deshalb einen biologisch abbaubaren Anzuchttopf (9-12cm Durchmesser) mit hochwertiger Anzuchterde und öffne die Kapsel. Lege den Samen in den Topf, drücke ihn an und bedecke ihn 2-3cm mit Erde. Befeuchte die Erde mit einer Sprühflasche und stelle ihn an einen hellen und warmen Ort im Haus. Regelmässig giessen nicht vergessen. Sobald die ersten echten Blätter nach den Keimblättern erscheinen, stelle den Topf kühler (ca. 18°C), damit sie nicht lange, schwache Stiele bilden.

Abhärten
Bevor es dauerhaft nach draussen geht, muss die "Wohnzimmer-Pflanze" an die Natur gewöhnt werden. Stelle den Topf für ca. eine Woche tagsüber an einen schattigen, windgeschützten Platz im Freien und hole sie nachts wieder rein. Steigere die Sonnenstunden täglich langsam.
Auspflanzen ins Freie
Wähle einen Topf mit Löchern am Boden und 40-50cm Durchmesser und 30-45cm Höhe, damit die Zucchini ausreichend Platz für ihre Wurzeln hat und sich keine Staunässe bildet. Reisse den Boden des abbaubaren Anzuchttopfes vorsichtig etwas ein und setze ihn mit der Pflanze tief in hochwertige Gemüseerde ein. Der Anzuchttopf sollte nicht mehr zu sehen sein. Giesse nun ausreichend und regelmässig. Falls du einen Garten hast, kannst du den Zucchinisetzling direkt ins Beet setzen.
Ernten

Die Costata Romanesco liefert über Monate zuverlässig schmackhafte Zucchinis. Schneide die gerippten Früchte mit einem scharfen Messer ab, wenn sie 15–20cm lang sind. Je mehr du erntest, desto mehr neue Blüten bildet die Pflanze. 

Genuss-Tipp

Gefüllte Zucchini-Blüten (Fiori di Zucca) sind der Inbegriff des italienischen Sommers. Ernte 8-10 Blüten (bevorzugt die männlichen mit dem langen Stiel) und säubere sie vorsichtig mit einem Pinsel. Wasche sie nicht, da sie sonst matschig werden. Breche den inneren Stempel vorsichtig heraus. Dieser kann bitter schmecken. Rühre 250g (veganen) Ricotta, 50g (veganen) Parmesan, den Abrieb einer Bio-Zitrone und fein gehackten frischen Basilikum glatt und schmecke die Masse mit Salz und Pfeffer kräftig ab. Fülle sie mit einem Spritzbeutel oder einem Löffel vorsichtig in die Blüten und drehe die Blütenblätter oben leicht zusammen, damit sie geschlossen bleiben. Tauche die Blüten kurz in einen dünnen Mehl-Wasser-Teig (Tempura-Stil) und backe sie in reichlich Öl aus, bis sie knusprig sind. Bestreue zum Schluss die noch heissen Blüten mit ein paar Tropfen gutem Olivenöl und etwas grobem Meersalz. Guten Appetit!

Saatgut selber ziehen

Das Saatgut ist samenfest, d.h. du kannst daraus selber Samen ziehen.
Kontrolliert bestäuben

Zucchini verkreuzen sich extrem leicht mit anderen Zucchini, Kürbissen oder Zierkürbissen in einem Umkreis von bis zu 500m. Damit die Sorte rein bleibt, musst du Biene spielen. Suche dir abends eine männliche und eine weibliche Blüte, die kurz vor dem Aufblühen stehen (sie sind gelb und prall). Lasse sie an der Pflanze und verschliesse beide vorsichtig mit einem Kreppband oder einer Wäscheklammer, damit keine Insekten hineinkommen. Pflücke am nächsten Morgen die männliche Blüte, öffne sie und streiche den Pollen direkt auf die Narbe der weiblichen Blüte. Binde die weibliche Blüte danach wieder für 24 Stunden zu, bis sie verwelkt ist. Markiere diese Frucht mit einem bunten Band am Stiel.

Reifezeit abwarten 
Lass die aus der markierten Blüte entstandene Zucchini an der Pflanze, bis sie gross, hart und gelblich-braun ist Die Schale sollte so hart sein, dass du sie mit dem Fingernagel nicht mehr einritzen kannst.
Samen ernten
Ernte die Frucht vor dem ersten Frost und lass sie im Haus noch 2–3 Wochen nachreifen. Halbiere dann die Zucchini längs und löffle die Kerne heraus. Gib die Kerne in eine Schüssel mit Wasser. Reibe sie aneinander, um das Fruchtfleisch zu lösen. Keimfähige Samen sinken nach unten, unbrauchbare Samen schwimmen oben und du kannst sie abschöpfen.
Trocknen und lagern
Breite die sauberen Samen auf Backpapier aus (kein Küchenpapier, da sie daran festkleben). Lass sie an einem luftigen Ort ohne direkte Sonne mindestens 2 Wochen trocknen, bis sie beim Biegen knacken. Fülle die komplett trockenen Samen in ein beschriftetes Papiertütchen und lagere sie trocken, kühl und lichtgeschützt.
[ ! ] Wichtig: wenn eine aus eigenen Samen gezogene Zucchini im nächsten Jahr bitter schmeckt, spuck sie sofort aus und entsorge die Frucht! Bitterkeit deutet auf den Giftstoff Cucurbitacin hin, der durch Verkreuzung (besonders mit Zierkürbissen) entstehen kann und gesundheitsschädlich ist.

[7] Bio Tomatenpaprika

Capsicum annuum
Die Tomatenpaprika ist eine sehr aromatische Paprikasorte, die besonders durch ihre standfesten Pflanzen und die charakteristisch geformten, schweren Früchte überzeugt.
Voranzucht im Haus von Februar-März
Ins Freie ab Ende Mai (nach den Eisheiligen)
Ernte: Juli bis Oktober
Saattiefe: 0.5-1cm
Keimtemperatur 20-28 Grad, Keimdauer 10-20 Tage
Wasserbedarf: hoch, regelmässig, Staunässe vermeiden
Standort: vollsonnig, warm und windgeschützt
Wuchs: kompakt und buschig, wird 50 bis 80cm hoch
[ i ] Wie bei allen Paprikasorten lohnt es sich, die allererste Blüte (die sogenannte Königsblüte) in der ersten Astgabel herauszubrechen. Das regt die Pflanze dazu an, mehr Kraft in das allgemeine Wachstum und die Bildung weiterer Früchte zu stecken, anstatt die ganze Energie sofort in die erste Paprika zu leiten.
[ i ] Optimale Topfnachbarn: Tagetes (Studentenblume), Basilikum, Schnittlauch, Lavendel

So gelingt dir die Anzucht

Aussäen
Fülle einen kleinen Anzuchttopf mit Anzuchterde und öffne die Kapsel. Verteile den Inhalt im Topf, drücke ihn an und bedecke ihn minimal mit Erde. Befeuchte die Erde mit einer Sprühflasche und stelle ihn an einen sehr warmen Ort im Haus. Regelmässig giessen nicht vergessen. Sobald sich die ersten grünen Spitzen zeigen, brauchen sie so viel Licht wie möglich. Es darf nun etwas kühler sein (ca. 20 °C), damit sie nicht "vergeilen" und dünne, lange Stängel bilden.
Erstes Umtopfen und ggf. Pikieren

Sobald sich nach den Keimblättern das erste "echte" Tomatenblatt zeigt, setze den Sämling in einen Topf (ca. 9–12 cm Durchmesser) mit Gemüseerde. Setze ihn bis kurz unter die Keimblätter ein, so bildet er am Stängel zusätzliche Wurzeln. Falls mehr als ein Samen gekeimt ist, setze den zweiten Sämling in einen zweiten Topf.

Abhärten
Bevor es ganz nach draussen geht, muss der Setzling an die Sonne gewöhnt werden. Stelle den Topf an milden Tagen für 1-2 Stunden in den Schatten nach draussen. Steigere die Dauer täglich. 

Stellst sie nicht sofort in die pralle Sonne, sonst bekommen die Blätter einen "Sonnenbrand" in Form von weissen Flecken und sterben ab. Hole den Topf abends unbedingt wieder rein, solange die Nächte unter 12-15 °C liegen.

Auspflanzen ins Freie
Wähle einen Topf mit Löchern am Boden und 30-35cm Durchmesser und 20-30cm Höhe, damit der Paprika ausreichend Platz für seine Wurzeln hat und sich keine Staunässe bildet. Setze die Pflanze tief in hochwertige Gemüseerde und giesse sie ausreichend und regelmässig. Falls du einen Garten hast, kannst du den Paprikasetzling direkt ins Beet setzen.
Ernten

Tomatenpaprika können grün geerntet werden und haben dann einen herberen Geschmack. Am besten schmecken sie, wenn sie vollständig dunkelrot gefärbt sind. Die Frucht sollte sich fest anfühlen und glänzen. Wenn die Haut leicht nachgibt, ist sie perfekt. Schneide die Früchte immer mit einer Schere oder einem Messer ab, um die Pflanze nicht zu verletzen.

Genuss-Tipp

Tomatenpaprika schmeckt roh hervorragend. Deshalb eignet er sich sehr gut für ein feines Paprika-Bruschetta. Schneide die Tomatenpaprika in kleine Würfel, entferne die Kerne und mische sie in einer Schüssel mit einem guten Schuss Olivenöl, etwas Balsamico-Essig, einer Prise Salz, Pfeffer und reichlich frisch gezupftem Basilikum. Während die Mischung zwei Minuten durchzieht, röstest du ein paar Scheiben Baguette oder Landbrot in der Pfanne oder im Toaster goldbraun an. Die fruchtigen Paprikawürfel häufst du dann grosszügig auf das warme Brot. Die Süsse der Tomatenpaprika kommt so sehr intensiv zur Geltung. Wenn du es noch einen Tick herzhafter magst, kannst du das heisse Brot vorher kurz mit einer halbierten Knoblauchzehe einreiben oder ein paar Kleckse (veganen) Frischkäse darunterstreichen. Ein perfekter, frischer Snack, der in weniger als fünf Minuten fertig ist. Guten Appetit!

Saatgut selber ziehen

Das Saatgut ist samenfest, d.h. du kannst daraus selber Samen ziehen.
Auswählen

Wähle für die Samengewinnung eine kräftige Frucht deiner Pflanze aus. Die Frucht muss vollständig ausgereift sein (tiefrot und glänzend). Je reifer die Paprika, desto entwickelter und keimfähiger sind die Samen im Inneren.

Samen ernten
Schneide die Tomatenpaprika vorsichtig auf und entnehme den inneren Kern mit einem Löffel oder Messer. Zupfe die Samen vorsichtig vom Strunk ab. Lege die Samen in ein Glas mit Wasser. Samen, die oben schwimmen, sind meist taub und werden nicht keimen. Die Samen, die auf den Boden sinken, sind schwer und gesund. diese nutzt du für die Trocknung.
Trocknen lassen

Verteile die nassen Samen auf einem Stück Backpapier oder einem flachen Teller. Vermeide Küchenpapier. Die Samen kleben dort extrem fest und lassen sich später kaum lösen. Lasse die Samen an einem warmen, schattigen Ort für etwa 7 bis 10 Tage trocknen. Wenn sich ein Samen nicht mehr biegen lässt, sondern beim Versuch, ihn mit dem Fingernagel zu knicken, "knackt" oder bricht, ist er trocken genug.

Lagern
Fülle die trockenen Samen in ein kleines beschriftetes Papiertütchen und lagere sie trocken, kühl und lichtgeschützt.
[ i ] Paprikas kreuzen sich gerne untereinander. Wenn du also eine scharfe Peperoni direkt neben deiner Tomatenpaprika stehen hattest, könnte es sein, dass die nächste Generation eine "feurige Überraschung" parat hält.

Allgemeine Infos

Pro Kapsel ist Saatgut für mind. 1 Pflanze bzw. 1 Topf enthalten. Falls kleine Sämlinge zu dicht wachsen, kannst du sie pikieren.


Gärtnerehrenwort: sollte wider Erwarten einmal nichts spriessen, melde dich bei uns und wir finden eine Lösung!


Zum einfacheren Verteilen und als Lichtschutz enthalten die Kapseln die natürliche Saathilfe Vermiculit. 


Die verwendeten Sorten sind für den Anbau in einem Topf und damit für deinen Balkon oder deine Terrasse geeignet. Wenn du einen Garten hast , kannst du die Pflanzen auch in den Garten setzen.


Die Kapselhülle besteht aus natürlicher Cellulose (Kieferfasern) und ist biologisch abbaubar. Du kannst sie über den Biomüll/ Kompost entsorgen.

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Herstellerangaben gemäss GPSRP

Jedes Säckchen wird in unserer dornbirner Manufaktur mit Sorgfalt und Liebe zum Detail von Hand gefertigt. Wir stehen für eine hochwertige lokale Produktion und einen persönlichen Ansprechpartner bei Fragen und individuellen Anpassungen.


bloomie Christiane Brehm

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